Die zweite Reise - von der Mongolei nach Russland

Wie die Mongolen zu ihren Märchen kamen

Es wird erzählt, das sich vor vielen Jahren unter den Mongolen die gefürchteten schwarzen Pocken ausbreiteten, so das viele Menschen starben.Die gesunden überliessen die Kranken ihrem Schicksal, flohen, um wenigstens ihr eigenes Leben zu retten.Ein fünfzehnjähriger, der der blinde Tarwaa genannt wurde, blieb so alleine zurück. Als er das Bewusstsein verlor, verliess seine Seele seinen Körper und kam zum Khan der Hölle. Dieser war verwundert die Selle zu sehen und fragte: " Warum bist du hergekommen, wo doch dein Körper noch gar nicht tot ist?"
"Weil sie meinen Körper für tot hielten, haben sie ihn zurückgelassen. Daher habe ich nicht länger gewartet, sondern bin gleich hier her gekommen."
"Deine Zeit ist noch nicht gekommen. Kehre also zu deinem Herrn zurück. Bevor du aber gehst, darfst du dir von mir etwas wünschen!" Und damit führte er die Seele durch die Hölle. Dort gab es all die unzähligen Dinge, die einem Menschen in seinem Leben begegnen konnten: 
Reichtum, Glück und Zufriedenheit,Kummer und Leid, Vergnügen und Freude, Musik, Tanz, Märchen und Legenden. Die Seele des blinden Tarwaa sah sich alles an und bat schliesslich darum, das ihm die Märchen gegeben werden sollten. Der Khan der Hölle überreichte sie ihm und sandte ihn wieder auf die Erde zurück. Die Seele lief zu ihrem Körper zurück. Danach führte der blinde Tarwaa ein langes Leben und kannte die Magie und die Geschichten der Welt, ganz genau. Obwohl er blind war, konnte er doch sehen, was in der Zukunft geschehen würde. Er wanderte quer durch die Mongolei, erzählte Märchen und unterrichtete mit ihnen die Menschen. Und seit her so sagt man, gibt es in der Mongolei die Märchen.

Russland

Der Schwerpunkt auf dieser Reise wird bei den Russischen Märchen liegen. Die bekanntesten russischen Märchen sind Zaubermärchen mit einer Reihe wiederkehrender Figuren. Der böse Koschtschei, der Feuervogel, Baba Jaga, das dem Helden dienliche Zauberpferd und natürlich Wassilissa die Wunderkluge. Wenn es etwas gibt das„ typisch russisch“ an den russischen Volksmärchen gibt, dann dürfte es dieses Ensemble an Figuren sein.

Akkordeon Heiner Frauendorf
Licht/Bühne Peder w. Strux